Sankt Emmeramsmühle

Ihr gemütliches bayrisches Restaurant in München

Geschichte der Gaststätte 

Das Anwesen dieser alten Gaststätte in München, unterhalb Oberföhring am Isarhang, liegt an der Römerstraße, die vor zweitausend Jahren Augsburg mit den Salzstätten im Salzkammergut verband. In unmittelbarer Nächte befand sich bis zum Jahre 1158 jene von Heinrich dem Löwen zerstörte Brücke über die Isar - das war der Anlass für die Gründung Münchens. Als "Mühle beim heiligen Emmeram" ward der Grundstock des Bauwerks, das heute die gleichnamige Bierwirtschaft in Sankt Emmeram beherbergt, bereits im 14. Jahrhundert erwähnt.  

Die erste Gastronomiekonzessionierung stammt aus dem Jahre 1825. Freilich war damals und über die nächsten 50 Jahre hinweg nur ein winziges Zimmer der Mühle zur Gästebewirtung (essen und trinken in München) freigegeben. 1866 entstand das Anwesen in seiner heutigen Gestalt. Es wurde weiter vorwiegend als Mühlenbetrieb genutzt. Brotzeiten und Bier durften nur an wartende Mühlenkunden abgegeben werden. 

Ein richtiger Wirtshausbetrieb (essen und trinken in München) entfaltete sich erst ab 1855, durch den Erlaß einer Bewilligung für Bierausschank und den Verkauf von Speisen. Früher hatte die Sankt Emmeramsmühle freilich nur im Sommer geöffnet, da sich kein Münchner im Winter so weit nach Norden wagte. Ab 1890 kam die große Zeit der Gaststätte, die plötzlich Mode wurde. Viele Schwabinger Künstlergesellschaften ließen sich vom Fährmann über die Isar setzen, um im Biergarten der St. Emmeramsmühle zu feiern und zu zechen. Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Mühlenbetrieb ganz eingestellt, und das gesamte Anwesen als Wirthaus (essen und trinken in München) genutzt.  

Für historisch Interessierte: http://www.nordostkultur-muenchen.de/viertel/oberfoehring/st_emmeram.htm


  



Leidensgeschichte des heiligen Emmeram 

Emmeram, der aus dem westfränkischen Portier stammte, verließ sein Bistum, um an dem alten Limes und dem Donaubette folgend nach Regensburg kam und auf dem Wette zu den Aaren, östlich der Etsch war, um dort das Evangelium zu verbreiten. 

Emmeram hatte einen Dolmetscher Vitales dabei, da er die Landessprache nicht beherrschte.

In Regensburg hielt sich Emmeram ca. 3 Jahre auf.

In der Zwischenzeit liebte die Tochter Theodos, Uta, den Sohn eines Richters mit Namen Segebosch. Das Verhältnis blieb nicht ohne Folgen. 

Emmeram bot sich als Kindsvater an, da er bereits nach Rom unterwegs war und er zu der Überlegung kam, wenn er nach einigen Jahren zurückkehre, Gras über die Sache gewachsen sei.

Doch der Bruder von Uta, Lantbert jagte ihm mit einigen Soldaten nach und bei Grub unweit von Isinzia - Helfendorf- holte er Emmeram ein.

Dieser lagerte gerade an einer Quelle und machte Rast -Brunnkapelle_

Dort marterten sie Emmeram auf das grausamste und schnitten ihm alle Extremitäten ab und banden ihn auf eine Leiter.

Aus dem nahen Hospiz kamen, nachdem die Schergen samt Lantbert abgezogen waren, einige Leute verbanden den schwer Verstümmelten und legten ihn auf ein Ochsenfuhrwerk und wollten ihn zu dem Gutshof nach Aschheim bringen. Unterwegs in Feldkirschen verstarb Emmeram.

Der Tote wurde nun vollends nach Aschheim gebraten und dort in der St. Peterskirche beigesetzt. Noch heute erinnert dort eine Grabplatte mit Relief aus dem 15. Jahrhundert.

Der Überlieferung nach herrschte ein vierzigtätiges Unwetter . 

An der Naturkatastrophe erkannten die Ascheimer, dass der Heilige hier nicht begraben sein wollte. Man hob den Leichnam also wieder aus dem Grab und legte ihn auf ein Ochsenfuhrwerk. Mit dem brachte man ihn auf der alten Römerstraße Wels-Augsburg zu dem Isarstübergang bei Oberföhring.

Tehodo ließ den Leichnam in feierlichem Zug nach Regensburg überführen. Dazu benutze man den Wasserweg. In St. Emmeram, der Floßlände Föhrings, wurdet der Märtyrer auf ein Schiff verladen und die Isar abwärts und dann Donau aufwärts nach Regensburg überführt. In der Regensburger St. Georgskirche wurde der tote Bischof feierlich beigesetzt.

In St. Emmeram (schräg gegenüber der heutigen Sankt Emmeramsmühle) bei Öberföhring steht seit 1866 - ähnlich wie in Feldkirchen seit 1843 eine Gedächtniskapelle für den heiligen Märtyrer.


Quellen: 

Chronik Bayerns

150 Jahr St. Emmeram bei Feldkirchen

Unser Bayerland